H2-ready-Siegel bei Gasheizungen (17.04.2023)

H2-ready-Siegel bei Gasheizungen

Dieses Siegel wird derzeit für Gasheizungen vergeben, die auch noch zuverlässig funktionieren, wenn dem Erdgas ein Wasserstoffanteil von bis zu 20 Volumenprozent beigemischt wurde. Im Jahr 2020 lag die Beimischung von Wasserstoff im deutschen Erdgasnetz bei maximal 10 Volumenprozent und das auch nur in Testregionen. Diese Beimischung ist im Verhältnis zum Primärbrennstoff Erdgas zu gering, um den CO2-Ausstoß grundlegend zu reduzieren. Fakt ist jedoch, dass es eine von der Bundesregierung beschlossene nationale Wasserstoffstrategie zur Senkung des CO2-Ausstoß gibt. Demzufolge sind die Heizungshersteller bestrebt, H2-ready-Heizungen zu entwickeln, die mit 100 Prozent Wasserstoff funktionieren. Die Vorteile von grünem Wasserstoff sind, dass er CO2 neutral hergestellt wird, gut speicherbar und transportierbar ist. Der Nachteil ist jedoch, dass für die Herstellung von grünem Wasserstoff erneuerbare Energie benötigt wird. Diese ist jedoch in dem benötigten Umfang nicht vorhanden, so dass grüner Wasserstoff importiert werden muss. Dabei ist das Problem, dass die vorhandenen Lieferkapazitäten der Exportländer leider geringer als der weltweite Bedarf an Wasserstoff sind. Grüner Wasserstoff für Gasheizungen ist im Moment also noch nicht realistisch. Das aktuell vergebene Siegel ist also eher eine Vorbereitung auf die Zukunft. Es definiert den neuen Standard bei Gasheizungen.

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